Essen als Sucht

Essen als Sucht – Ist Heilung möglich?

Essen als Sucht – Ist Heilung möglich?

In diesem Blogartikel geht es um Essen als Sucht. Allerdings beschränken wir uns nicht auf eine einseitige Sicht darauf, wie Essen zur Sucht werden kann. Stattdessen betrachten wir Sucht aus unterschiedlichen Blickwinkeln.
Die Idee zu diesem Blogbeitrag stammt von dem international anerkannten Arzt und Experten für Suchterkrankungen, Dr. Gabor Maté. Für diesen Artikel steht mir also keine große Anerkennung zu. Ich folge lediglich einer Idee, die mir bereits vor drei Jahren kam. Nämlich Bücher und Artikel, die mich tief bewegen, zu rezensieren. Vielleicht inspiriert dich diese Review dazu, dass Buch „In the realm of hungry ghosts“ (Im Reich der hungrigen Geister) von Herrn Dr. Maté zu lesen. Es würde mich jedenfalls für dich freuen. Denn Sucht ist, laut Maté, ein Phänomen, dass sich auf einem Kontinuum bewegt. Somit geht das Thema jede und jeden von uns etwas an. Die eine weniger, den anderen mehr. Ich wünsche dir viel Spaß beim Lesen von „Essen als Sucht“.

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Einsam zu speisen macht leicht hart und roh - Walter Benjamin -

Speisen: Lieber in Gemeinschaft

Einsam zu speisen macht leicht hart und roh.
– Walter Benjamin –

Der wohl tragischste Philosoph der Frankfurter Schule, Walter Benjamin, hat mit diesem Zitat den Nagel auf den Kopf getroffen. In lediglich acht Worten beschreibt er anschaulich, wie wichtig es für uns Menschen ist, miteinander in Kontakt zu treten. Dabei erkannte er auch die große Bedeutung des gemeinsamen Essens. Ein wenig Ernährungsphilosophie zum Speisen gefällig?

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Tomaten-Champignon-Tortellini-Pfanne

Tomaten-Champignon-Tortellini-Pfanne

Zeit für eine leckere Tomaten-Champignon-Tortellini-Pfanne

Während der Jahresanfang 2021 in vielerlei Hinsicht völlig anders ist als in den letzten Jahren, bleibt eine Sache gleich. Eine riesige Welle der Diäten und Ernährungspläne überflutet das Internet. Aber hier ein kleiner Spoiler-Alarm: Auch dieses Jahr werden die Diätpläne spätestens im März wieder im Regal verstauben. Beim Essen geht es um viel mehr als um Selbstdisziplin und Gewohnheiten. Wer nochmal verstehen möchte, warum sowohl low-carb als auch low-fat kurzfristig funktionieren, kann das gerne auf meiner Website nachlesen. Heute gibt’s ein garantiert kohlenhydrat- und fetthaltiges Gericht. Nämlich eine leckere Tomaten-Champignon-Tortellini-Pfanne. Viel Spaß beim Nachkochen :) Weiterlesen

Hippokrates von Kos - Leib und Seele

Leib und Seele – Hippokrates von Kos

Den Leib soll man nicht schlechter behandeln als die Seele.
– Hippokrates von Kos (460 – etwa 377 v. Chr.)

Das vermaledeite Jahr 2020 liegt endlich hinter uns. Aber eins hat sich im Jahr 2021 kaum verändert: Viele Menschen setzen sich wieder „gute“ Vorsätze. Viele dieser Vorsätze beziehen sich darauf, anders zu essen und abzunehmen. Endlich soll alles anders werden. Frei nach dem Motto: „Über Silvester zu einem anderen Menschen werden“, versuchen viele sich endlich mal „besser zusammenzureißen“. Dabei stellt sich jedoch die Frage, ob wir bei unseren guten Vorsätzen Leib und Seele gleichermaßen berücksichtigen. Weiterlesen

Gesetze und Würste

Gesetze und Würste – Zitat

Je weniger die Leute davon wissen, wie Würste und Gesetze gemacht werden, desto besser schlafen sie. – Otto von Bismarck –

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Zitat: Fastenkur

Fastenkur auf morgen verschieben

„Morgen nennt man den Tag, an dem die meisten Fastenkuren beginnen.“ 

Mal schnell ´ne kleine Fastenkur?

Wer kennt es nicht? Da ist man (mal wieder) unzufrieden mit seinem äußeren Erscheinungsbild und möchte etwas verändern. Schnell kommt einem der Gedanke an eine Fastenkur oder Diät in den Sinn. Eben mal schnell die überflüssigen Kilos verlieren und sich dann endlich wohl fühlen. Anbieter, die so etwas versprechen, gibt es zu Genüge. Diese Versprechungen haben einen riesigen Ballon aufgeblasen, die den Anbietern viel Geld einbringen. Aber haben die Konsumenten etwas davon? Gibt es Diäten die funktionieren können? Oder ist es vielleicht schlauer, jede Fastenkur auf morgen zu verschieben? Weiterlesen

Dicksein in der Moderne

Dicksein in der Postmoderne

Dicksein öffnet einer der gravierendsten gesellschaftlichen Stigmatisierungen unserer postmodernen Zeit Tür und Tor. Menschen, die nicht der Gewichtsnorm entsprechen oder einen Körper haben, der anders geformt ist, als „normal“ werden von Kleinauf in Schubladen einsortiert. Obwohl wir wissenschaftlich wissen, dass Dicksein verschiedene Gründe hat – von genetischen, über psychologische bis hin zu sozio-kulturellen – wird die „Schuld“ am Dicksein meist dem Individuum zugeschrieben.  Weiterlesen

Voltaire zur Gesundheit

In der einen Hälfte unseres Lebens opfern wir die Gesundheit, um Geld zu erwerben; in der anderen opfern wir Geld, um die Gesundheit wieder zu erlangen. Und während dieser Zeit gehen Gesundheit und Leben von dannen. – Voltaire –

Voltaire zur Gesundheit

Bereits der französische Philosoph Voltaire (1694 – 1778) befasste sich mit dem Thema Gesundheit. Dabei erkannte er den Wert von Gesundheit an. Allerdings erkannte Voltaire auch die Sinnlosigkeit, die in dem Unterfangen liegt, seine Gesundheit dem Geld zu opfern. Nur, um im Anschluss das verdiente Geld zum verzweifelten Erwerben von Gesundheit wieder zu verbrauchen. Voltaire stellte zudem fest, dass während all diesem Aufwand das Leben von dannen zieht. Zu realisieren, dass Gesundheit und Leben vergehen, egal wie sehr wir uns um ihre Erhaltung bemühen, kann deprimierend sein. Aber diese Erkenntnis kann auch befreiend wirken.

Gesundheit als Imperativ

Voltaire ist seit fast 250 Jahren tot. Seit seinem Dahinscheiden hat Gesundheit einen enormen gesellschaftlichen Wertzuwachs erfahren. Denn in unserer modernen Gesellschaft ist Gesundheit zum Statussymbol avanciert. Gesellschaftliche Anerkennung wird nicht nur mit Schlankheit, sondern auch mit Gesundheit verbunden. Das Paradoxe an dieser modernen Maxime ist, dass die Fokussierung auf Gesundheit, krank macht. Warum fordert unsere Gesellschaft etwas so paradoxes ein?

Voltaire und Sterben

Vielleicht fordert unsere Gesellschaft Gesundheit deswegen so vehement ein, weil ihre Mitglieder Angst vor dem Sterben haben. Manchmal scheint es mir, als wenn die unbewusste Angst vor dem eigenen Tod eine eigene Dynamik hervorriefe. Als wollte unsere Gesellschaft den Tod so verzweifelt besiegen, dass ihre Mitglieder zunehmend vergessen zu leben. Voltaire scheint dies mit seinem letzten Satz anzudeuten:

…Und während dieser Zeit gehen Gesundheit und Leben von dannen.

Eine ergänzende Erklärung könnte der ewige Steigerungszwang der Moderne liefern. Nicht nur Wirtschaftswachstum soll unendlich sein. Mittlerweile hat der Steigerungszwang auch unser Privatleben erreicht. Was das Dogma des ewigen Steigerungszwanges im globalen Maßstab anrichtet, lässt der Klimawandel erahnen.

Wenn es aber darum geht, Gesundheit (und Schlankheit) ebenso zu maximieren wie unser Wirtschaftswachstum, was richtet der Steigerungszwang dann mit uns als Individuen an?

Rezept: Spaghetti-Champignons-Pfanne

Spaghetti-Champignons-Pfanne

Rezept: Spaghetti-Champignons-Pfanne mit frischem Spinat und Pinienkernen (für 4 Portionen)

Diese Spaghetti-Champignons-Pfanne weist durch den aromatischen Frischkäse eine cremige Konsistenz auf, die uns hervorragend gemundet hat. Wenn Du es noch bunter mag, kann Du das leckere Pilzgericht noch mit geviertelten Cocktailtomaten dekorieren. Ich persönlich mag die cremige Konsistenz der Frischkäse-Sauce am liebsten mit einem ordentlichen Schärfegrad. Aber Vorsicht: Ich unterschätze jedes Mal, wie viel Schärfe eine kleine Chili-Schote entfalten kann.

Wir wünschen dir/euch viel Spaß beim Nachkochen.  Weiterlesen

Wissenschaft & Ehrfurcht

Wissenschaft & Ehrfurcht

Wissenschaft und Ehrfurcht

„Die Einsichten der Wissenschaft liefern uns mehr und nicht weniger Gründe, der Natur gegenüber Ehrfurcht, Achtung und Ehrerbietung zu empfinden“

Ich finde dieses Zitat von Roger Sperry sehr gelungen. In meinen Augen spricht Sperry zwei bedeutende und aktuelle Themen an:

  1. Die Wissenschaft sollte die Welt neugierig erforschen, sie betrachten und wahrnehmen. Aber nicht allein, um die Natur zu beherrschen und sie sich untertan zu machen. Sondern auch, um sie und sich selber besser zu verstehen. Zu diesem Verstehen gehört auch, auf emotionaler Ebene zu begreifen, wie wunderbar komplex das biologische Leben ist.
  2. Im Begreifen der unfassbaren Zufälle, die unser menschliches Leben überhaupt erst bedingen und ermöglichen, bleibt nur die Möglichkeit, Ehrfurcht zu empfinden.

Roger Sperry…

… ist ein amerikanischer Neurobiologe. Für seine Forschungsarbeiten am lebendigen Gehirn erhielt er im Jahr 1981 den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin. Roger Sperry fand heraus, dass Patienten mit schwerer Epilepsie enorm vom Durchtrennen des Gehirnbalkens profitierten. Es klingt brutal  200 Millionen Nervenfasern im Gehirn zu durchtrennen. Aber das Verfahren hat sich bis heute bewährt. In Deutschland wird die Operation ca. 12 Mal jährlich durchgeführt.

Unser Gehirn

Ehrfurcht muss Roger Sperry empfunden haben, als er herausfand, dass die zwei Gehirnhälften ziemlich unterschiedlich sind. Denn ihre Funktionen unterscheiden sich stark voneinander. Die linke Gehirnhälfte ist laut Sperry eher auf analytische und sprachliche Fähigkeiten spezialisiert. Die rechte Hemisphäre sei dagegen  eher für künstlerische Fähigkeiten und räumliches Vorstellungsvermögen verantwortlich. Außerdem kommuniziert deine linke Gehirnhälfte mit deiner rechten Körperseite und andersherum.

Wissenschaft & Ehrfurcht vor dem Gehirn

Die Forschungsarbeiten von Sperry und seinem Kollegen Gazzaniga waren vor gut 50 Jahren revolutionär. Heute sind ihre Erkenntnisse Allgemeingut der Wissenschaft. Die beiden Forscher arbeiteten lange Jahre mit ihren Split-Brain-Patient*innen und haben einige einige  Anekdoten aus diesen Tagen zu erzählen. Denn unsere Gehirnhälften können unterschiedliche Wünsche haben. Wenn die beiden nicht mehr miteinander sprechen können, holt schon mal die linke Hand ein T-Shirt aus dem Regal. Nur damit die rechte Hand es anschließend wieder auf den Boden werfen kann. Aber so witzig man diese Anekdote auch finden mag, ist es nicht umso ehrfurchtserbietender, wie dieses Organ da in unserem Kopf tagtäglich seine Arbeit erledigt?