DNBGF-Konferenz

DNBGF-Konferenz 2024: Ein Rückblick

Einleitung

Nachdem die Corona-Pandemie in den letzten Jahren eine Konferenz in Präsenz unmöglich gemacht hatte, sorgte das Deutsche Netzwerks für Betriebliche Gesundheitsförderung (DNBGF) für einen Höhepunkt im Kalender von Fachexperten und Verantwortlichen für betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) in ganz Deutschland. Die Veranstaltung, die am 15. und 16. Mai 2024 in Dresden stattfand, brachte zahlreiche Fachleute, Wissenschaftler und Branchenführer zusammen. Das Ziel: den Austausch neuester Forschungsergebnisse, bewährter Praktiken und innovativer Ansätze, wie z.B. die Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI), zur Förderung der Gesundheit am Arbeitsplatz voranzutreiben.

Weiterlesen

Philosophie und Ernährung

Philosophie und Ernährung: Eine Einführung

Philosophie und Ernährung: Eine tiefgründige Verbindung

Einleitung

Auf den ersten Blick mögen Philosophie und Ernährung wie zwei völlig unvereinbare Themen erscheinen. Doch bei genauerer Betrachtung zeigt sich, dass beide Bereiche eine enge Verbindung eingehen, wenn es darum geht, die menschliche Existenz zu verstehen. Sowohl die Philosophie als auch die Ernährungswissenschaft versuchen, grundlegende Fragen zur Gesundheit, zum Glück und zum guten Leben zu beantworten.

In diesem Blog-Beitrag gehen wir einen ersten Schritt, um die Überschneidungen von Philosophie und Ernährung nachzuvollziehen Wir betrachten unter anderem:

  • Die Rolle der Ernährung für ein gutes Leben gemäß philosophischer Denkweisen
  • Wie philosophische Ideen die Ernährungswissenschaft und Ernährungsleitlinien beeinflussen
  • Die Ethik der Lebensmittelproduktion, Nachhaltigkeit und des Konsums
  • Die kritische Anwendung von Vernunft bei der Bewertung von Ernährungsaussagen

Wenn wir diese Zusammenhänge verstehen, können wir fundiertere Entscheidungen über unsere Ernährung treffen und so unser Wohlbefinden steigern. Weiterlesen

Gesundheitsförderung in Lebenswelten… und warum das wichtig ist

Gesundheitsförderung in Lebenswelten – Einleitung

Wir freuen uns, den Ernährungsrat Hannover als als neuen Kooperationspartner der Initiative „Gemeinsam gesünder gestalten“ begrüßen zu dürfen.

‚Gesundheitsförderung in Lebenswelten‘ ist eine sperrige Bezeichnung. Nicht nur, dass sie lang ist. Sie klingt auch nach etwas, das in das Leben von Menschen eingreift. Und das durchaus nicht immer mit deren ausdrücklichem Einverständnis. Daher gibt es durchaus gute Gründe, Gesundheitsförderung in Lebenswelten ablehnend gegenüber zu stehen. Die schlüssige Begründung: Sie stellt einen Eingriff in die Autonomie des Individuums dar. So weit, so fair. Doch das Thema lässt sich auch aus einer anderen Perspektive betrachten: Gesundheit ist eine Sache des sozioökonomischen Status (wieder so ein sperriges Wort). Einfacher ausgedrückt:

Arme und weniger gebildete Menschen leben kürzer und ungesünder als reiche und gebildete.

Gesundheitsförderung in Lebenswelten

Aber halt! Bevor wir das Brennglas auf das kritische Thema dieses Blogbeitrags richten, möchte ich kurz definieren, was ‚Gesundheitsförderung in Lebenswelten‘ ist. Das RKI leitet in einer Übersicht das Thema Gesundheitsförderung folgendermaßen ein: „Gesundheitsförderung soll Menschen ein höheres Maß an Selbstbestimmung über ihre Gesundheit ermöglichen und sie befähigen, ihre Gesundheit zu stärken. Dabei setzen Maßnahmen der Gesundheitsförderung am besten auf verschiedenen Ebenen an…“ Im Leitfaden Prävention des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenkassen (GKV-Spitzenverband) steht die Definition „Lebenswelten […] sind für die Gesundheit bedeutsame, abgrenzbare soziale Systeme insbesondere des Wohnens, des Lernens, des Studierens, der medizinischen und pflegerischen Versorgung sowie der Freizeitgestaltung einschließlich des Sports…

Gesundheitsförderung in Lebenswelten als Chance

Zurück zu den sozioökonomischen Unterschiede. Diese herrschen natürlich auch und gerade in Lebenswelten vor (im Golfklub gibt es vermutlich ein höheres durchschnittliches Einkommen und Vermögen als im Studentenwohnheim oder gar in der Flüchtlingsunterkunft). Daher bietet Gesundheitsförderung in Lebenswelten eine große Chance, um Chancengleichheit herzustellen. Bei geeigneter Wahl des Standorts, guter Zusammenarbeit der unterschiedlichen beteiligten Institutionen und Individuen (sogenannte Stakeholder) und passenden Methoden kann eine Veränderung der Verhältnisse erreicht werden. Das gewohnte Umfeld der Zielgruppe kann partizipativ (d.h. demokratisch, gleichberechtigt beteiligt und kooperativ) in eine gesundheitsförderlichere Richtung umgestaltet werden (Verhältnisprävention. Außerdem werden die Individuen innerhalb der Lebenswelt gestärkt (Verhaltensprävention).

Gesundheitsförderung in Lebenswelten als Gegengewicht

Gesundheitsförderung in Lebenswelten ist eine Aufgabe der gesetzlichen Krankenkassen, die nach dem Leitfaden Prävention zusammenarbeiten sollen. Letztendlich handelt es sich beim Thema Gesundheitsförderung in Lebenswelten um eine politische Aufgabe. Die Verantwortungsbereiche von guter Politik sind komplex, übergreifend (sowohl fachdisziplinär als auch institutionell) und streitbar. In jedem Falle gehört dazu, für eine gewisse Gerechtigkeit zu sorgen. Da dieser Begriff für verschiedene Menschen unterschiedliche Bedeutungen besitzt, halte ich es für wichtig, zu definieren, was ich meine, wenn ich von von Gerechtigkeit spreche.

Für mich bedeutet Gerechtigkeit nicht absolute Gleichheit, sondern gleiche Chancen. Doch daraus ergibt sich eine zweite Frage: Gleiche Chancen worauf?

Was ist Gerechtigkeit?

Über Gerechtigkeit lässt sich gut streiten. Insbesondere wenn es um den Besitz von materiellen Gütern geht. Es lässt sich allerdings schwierig von der Hand weisen, dass es in höchstem Maße ungerecht ist, wenn die Lebenserwartung von dem Ort, und dem Einkommen sowie dem Bildungsstand der Familie abhängt, in die man hineingeboren wird. Oft wird Ungleichheit über unterschiedliche Leistungen erklärt und gerechtfertigt. Materielles wird normalerweise vererbt und dies gilt weithin als legitim. Aber niemand kann guten Gewissens ethisch begründen, dass er*sie mehr Zeit auf diesem Planeten verdient hat, als jemand anderes, weil er*sie gezeugt worden ist.

Das Gesundheitspraradox der Leistungsgesellschaft

Ein weiteres Problem von Leistungsgesellschaften, in denen sich die Menschen über den Besitz von materiellen Gütern definieren, ist der Vergleich mit dem Haus/Auto/Boot des Nachbarn. Das ist schon belastend genug. Wenn nun der Vergleich über gesundheitliche Faktoren, körperliche Leistungsfähigkeit und Lebenserwartung hinzukommt, kommt es zu einem Paradox. Denn verzweifelt danach zu streben, noch gesünder zu werden, hat nichts mehr mit Gesundheit zu tun. Stattdessen führt dieses Streben zu höchst problematischen psychischen und körperlichen Symptomen. Die Entstehung von neuen Essstörungen, wie die Orthorexia nervosa (krankhafter Drang sich gesund zu ernähren) ist aus dieser Perspektive wahrscheinlich nur die Spitze des Eisbergs.

Gesundheitsförderung neu denken

Herkömmlich wird ‚Gesundheit‘ als Abwesenheit von Krankheit definiert und die Förderung derselben bleibt dem Individuum überlassen. Dabei geht es dann um eine Reihe von regelmäßig ausgeführten Handlungen, die von Sport, über Ernährung bis zu Entspannungsmethoden (z.B. Meditation oder Progressive Muskelentspannung (PMR)) reichen. Mittlerweile kommen noch Regenerationsmethoden wie Sauna, Eisbäder und alle möglichen Trackingmethoden hinzu. Alles schön und gut, aber um ehrlich zu sein, führen diese angeblichen Lösungswege am eigentlich Ziel vorbei.

Das kranke, gesunde Individuum…

Warum führen diese angeblichen Lösungswege am Ziel vorbei? Aus mindestens drei Gründen. Erstens, weil es die Spaltung im sozioökonomischen Status und der damit verbundenen Gesundheit sowie Lebenserwartung noch weiter verstärkt. Je komplexer und damit sowohl zeit- als auch kostenintensiver die Methoden der Gesundheitsförderung werden, desto weniger können arme Menschen sie sich leisten. Mit den fortschreitenden Entwicklungen in der Biotechnologie könnte sich diese gesellschaftliche Spaltung in ungeahnte Höhen (bzw. Tiefen) ausweiten. Zweitens, weil es einen immensen Druck auf alle Individuen ausübt und zwar auch auf sozioökonomisch gut situierte Menschen. Drittens, weil eine gesellschaftliche Spaltung in Kombination mit von Leistungsdruck gestresste Menschen die Wahrscheinlichkeit von schwerwiegenden Konflikten bis hin zu Kriegen erhöht.

Und nichts ist abträglicher für die Lebenserwartung als Krieg!

Essstörungen als Warnsignal

Christoph Klotter macht in seinem Essay „Identitätsbildung über Essen – Ein Essay über „normale“ und alternative Esser“ deutlich, dass Essstörungen nicht nur eine Abweichung von der Norm bedeuten. Insbesondere die Anorexia nervosa überspitzt die gesellschaftlichen Ideale von Schlankheit und Selbstdisziplin. Mit anderen Worten: Essstörungen sind die „positive“ Kehrseite der Medaille, die durch die Stigmatisierung von Übergewicht und Adipositas geprägt wurde. Dabei symbolisieren sie mindestens einen genauso stark gestörten Bezug zur Welt und zum Selbst, wie zu viel Gewicht mit sich herumzuschleppen. Gleichzeitig erhalten viele Essgestörte, insbesondere magersüchtige Mädchen und Frauen viel Anerkennung für ihre ungesunden Verhaltensweisen.

Essgestörtes Verhalten wird allzu oft zelebriert, gerade, aber nicht nur in den sozialen Medien.

Gesundheitsförderung in Lebenswelten als gemeinschaftliche Aufgabe

In den sozialen Medien sind wir alleine. Sie geben zwar das oberflächliche Gefühl von Verbindung und Miteinander, sind aber das genaue Gegenteil. Während Jugendliche nebeneinander sitzend durch Instagram, TikTok und Co. scrollen, sind sie in der Gruppe isoliert. Wenn Gesundheitsförderung den Fokus auf die Stärkung des Miteinanders und weniger auf angeblich gesundheitsförderliche Gewohnheiten von Individuen legen würde, könnten wir diese gesellschaftliche Aufgabe gemeinsam angehen. Gesundheitsförderung in Lebenswelten ist dann in erster Linie das Stärken von zwischenmenschlichen Beziehungen. Beim gemeinsamen Kochen als Beispiel, hätte die Auswahl  ‚gesunder‘ Lebensmittel zwar einen Platz, doch der Fokus läge auf dem gleichberechtigten, kooperativen Miteinander.

Kulturwandel

Wenn wir es schaffen, Lebenswelten partizipativ so zu verändern, dass ein Kulturwandel stattfindet, bei dem der Fokus auf ein gesundheitsförderliches Miteinander gelegt wird, werden die Folgen weit über gesündere Individuen hinausgehen. Statt den Konkurrenzkampf von materiellen Besitztümern immer stärker auf Gesundheit, Lebenserwartung und (körperliche) Leistungsfähigkeit zu verlagern, können wir auf diese Weise Kooperation und Miteinander stärker in den Mittelpunkt der Debatte rücken. Gesundheitsförderung in Lebenswelten könnte die Chancen auf ein langes, gesundes Leben demokratisieren und für alle Menschen erreichbar machen. Das wäre ein großer Schritt in Richtung einer gerechteren Gesellschaft.

Gesundheitsförderung in Lebenswelten – nur der Anfang

Ich habe in der Praxis mit hunderten Menschen in unterschiedlichen Lebenswelten zusammengearbeitet. Dabei hat die Erfahrung mich gelehrt, dass die Gesundheitsförderung in Lebenswelten ein hohes Potenzial hat. Gleichzeitig werden die mit Maßnahmen der Gesundheitsförderung bespielten Lebenswelten oftmals lediglich zu Oasen in einem Sozialraum. Gerade in Sozialräumen, in denen ein hoher Anteil Menschen mit niedrigem sozioökonomischen Status vertreten ist oder die Ungleichheit sehr hoch ist, ist Gesundheitsförderung in Lebenswelten oftmals nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, sodass die Oase schnell wieder ‚verwüstet‘ wird.

Beispielsweise wird der neue Spielplatz dann oftmals schnell der Treffpunkt für rebellierende Jugendliche, die dort trinken und rauchen.

Sozialräume verstehen

Ein Sozialraum ist ein Ort, der schwer von außen abzugrenzen ist. Er bezeichnet die unsichtbaren Grenzen, in denen sich Menschen bewegen. Ein Sozialraum kann beispielsweise ein Wohnquartier, eine Schule, ein Jugendzentrum, einen Bolzplatz und einige lokale Geschäfte umfassen, in denen regelmäßig eingekauft wird. Um Gesundheitsförderung in Lebenswelten nachhaltig zu verwirklichen, ist es nach meiner Überzeugung notwendig, die innere Logik des Sozialraums zu verstehen, in dem diese Lebenswelten angesiedelt sind. Dabei ist eine Standortanalyse der physischen Orte nur der erste Schritt. Als nächstes muss man verstehen, welche ungeschriebenen Regeln, Gesetze und Normen im Sozialraum gelten.

Was wünschen sich die Menschen? Wovon träumen sie? Welche Menschen haben das Sagen? Vor wem und was haben die Menschen Angst?  Im dritten Schritt halte ich es für sinnvoll, möglichst viele, wenn nicht alle Lebenswelten in einem Sozialraum gleichzeitig zu bespielen.

Projektbasierte Gesundheitsförderung

In meinen Augen ist es notwendig, Gesundheitsförderung in Lebenswelten bzw. in Sozialräumen in Projekten von mindestens 2 – 3 Jahren Dauer zu verwirklichen. Veränderungen benötigen neurologisch gesehen diese Zeiträume sowie verlässliche Begleitung, um nachhaltig zu wirken. Solche Projekte sollten eine Evaluation der Ergebnisse und Erkenntnisse einschließen (am besten mit einer Kombination an interner und externer Evaluation). Anschließend können diese Ergebnisse genutzt werden, um für eine Ausweitung des Wirkradius zu sorgen. Damit meine ich, dass Sozialräume sich stets überlappen und sich kostengünstiger bespielen lassen, wenn man vom bereits bespielten Sozialraum lernt und von dort aus die Herausforderungen und Chancen benachbarter Sozialräume angeht.

Das zentrale Problem der Gesundheitsförderung in Lebenswelten

Das zentrale Problem bei der Gesundheitsförderung in Lebenswelten besteht darin, dass es eine teure Angelegenheit ist. Ein Projekt zu fördern, dass nicht nur einzelne Lebenswelten für kurze Zeit, sondern ganze Sozialräume analysiert und bespielt, kostet sechs- bis siebenstellige Beträge. Da ist es verführerisch, stattdessen nur kleine Projekte für kurze Zeit zu fördern. Dort fehlen meist auch angemessenes Monitoring und ausreichende Evaluation. Diese Mini- oder Mikroprojekte bringen dann natürlich keine nachhaltigen Veränderungen mit sich, was wiederum ein hervorragender Grund ist, um zu begründen, warum man keine größeren Projekte finanziert.

So beißt sich die Katze in den Schwanz.

Der Teufelskreis der Gesundheitsförderung

Diese kurzfristigen und -sichtigen Betrachtungen der Gesundheitsförderung in Lebenswelten verstärkt indirekt wieder die gesamtgesellschaftliche Spaltung zwischen arm und reich. Die Lebenswelt Schule in einem reichen Sozialraum wird dann beispielsweise von Eltern privat unterstützt (zeitlich und/oder finanziell). Das führt wiederum zu gesünderem Essen, besserer Versorgung und dadurch zu einer besseren körperlichen und kognitiven Entwicklung. Diese Prozesse haben wiederum eine Spaltung im Einkommen im späteren Leben zur Folge, wobei das Problem natürlich lange Zeit vor der Einschulung beginnt (Vgl. die Arbeiten von Martin Rücker).

Fazit und Lösungsskizze

Viele Lösungsansätze sind bereits in der Theorie entwickelt worden und das meiste, was ich in diesem Blogbeitrag thematisiert habe, ist wissenschaftlicher Konsens. Ein grundsätzliches Problem bei der Umsetzung ist in meinen Augen, dass mögliche Lösungsansätze meist zu akademisiert und dezentralisiert sind. Damit sich wirklich etwas bewegen kann, benötigt es neben der finanziellen Ausstattung kurze Informationswege und eine zentrale Person, bei der die Fäden zusammenlaufen. Wenn diese zentrale Person sowohl für die verantwortlichen Stakeholder innerhalb der Lebenswelten, die beteiligten Gesundheitsfachkräfte, die Geldgeber sowie die Politik/Verwaltung ansprechbar ist, können Probleme schnell gelöst und Chancen wahrgenommen werden.

Gesundheitsförderung im Sozialraum

Die Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen Bremen e. V. (LVG & AFS) setzt mit der Idee der sogenannten Präventionsketten einiges um, was auch im Ansatz der Gesundheitsförderung im Sozialraum steckt. Allerdings liegt der Fokus dieser Idee stärker auf den unterschiedlichen Altersstufen, als auf den physischen und psychischen Räumen. Ich halte es aus den oben genannten Gründen für sinnvoller, die Sozialräume im Sinne eines lebensweltübergreifenden Konzepts zu bespielen.

Gemeinsam gesünder gestalten

Als ich eben nach längerer Zeit wieder auf der Website der LVG & AFS war, habe ich gesehen, dass deren Website aktualisiert wurde. Der neue Slogan „Gemeinsam Gesund Gestalten“ erinnert stark, an die von mir 2021 ins Leben gerufene Initiative „Gemeinsam gesünder gestalten„. Diese Initiative knüpft an der Ottawa-Charta zur Gesundheitsförderung von 1986 an und geht von der Prämisse aus, dass „Gesundheit von Menschen in ihrer alltäglichen Umwelt geschaffen und gelebt wird…“. Dieses Projekt wächst mit der Zeit und dem Engagement der Kooperationspartner*innen. Wir arbeiten gemeinsam daran, Gesundheit demokratisiert, gerecht und gemeinschaftlich zu fördern und warten darauf, dass die Politik die nötigen Ressourcen zur Umsetzung zur Verfügung stellt.

Quellen

  • Klotter, C.: „Identitätsbildung über Essen – Ein Essay über „normale“ und alternative Esser“, 2016
  • https://www.bpb.de/themen/politisches-system/abdelkratie/312973/gleichheit-und-gerechtigkeit/
  • https://www.rki.de/DE/Content/GesundAZ/G/Gesundheitsfoerderung/Gesundheitsfoerderung_node.html
  • https://www.gkv-spitzenverband.de/media/dokumente/krankenversicherung_1/praevention__selbsthilfe__beratung/praevention/praevention_leitfaden/2023-12_Leitfaden_Pravention_barrierefrei.pdf
  • https://www.phineo.org/kursbuch-wirkung
  • https://difis.org/blog/?blog=20
  • https://www.praeventionsketten-nds.de/fileadmin/media/downloads/praxis-praeventionskette/Praxisblatt_1_Koordination_web.pdf
  • https://verumvita.de/gemeinsam-gesuender-gestalten/
Frieden (mit dem Essen schließen)

Frieden (mit dem Essen schließen)

Das Thema ‚Frieden‘ könnte kaum relevanter sein als heute. Weltweit flammen Konfliktherde auf und sorgen für menschliches Leid. Neben dieser weltpolitischen Dimension lässt sich Frieden allerdings auch als eine Angelegenheit zwischen Menschen sowie politischen Gruppen innerhalb von Ländergrenzen betrachten. Außerdem gibt es auch eine innere Dimension des Friedens. Den heutigen Blogbeitrag möchte ich nutzen, um eine Verbindung zwischen diesen drei Dimensionen aufzuzeigen und den Versuch wagen, über das Themenfeld ‚Frieden‘ systematisch nachzudenken. Dabei werde ich beim Thema ‚Essen‘ starten und möchte die werten Leser*innen einladen, mich bei diesem Essay gedanklich zu begleiten. Weiterlesen

Essen als Fähigkeit

Essen als Fähigkeit

Mit dem Themenfeld „Ernährung“ beschäftige ich mich bereits seit vielen Jahren, mittlerweile ziemlich genau mein halbes Leben. Essen ist eine Tätigkeit mit der ich mich sogar bereits seit vor meiner Geburt befasse. Das haben du und ich gemeinsam. Essen ist, wenig überraschend, für das Leben so essenziell wie atmen. Obwohl ich mich beruflich seit über 15 Jahren mit Ernährung und seit über 30 Jahren mit Essen beschäftige, gibt es doch noch immer AHA-Momente für mich. Mein letzter AHA-Momente bestand darin, dass mir bewusst wurde, dass Essen als Fähigkeit gesehen werden kann. Den Hintergrund möchte ich in diesem Blogbeitrag teilen.

Weiterlesen

Spargel-Frittata

Spargel-Fritatta mit Allerlei

Spargel-Frittata

In unserer Rezeptsammlung habe ich bereits im letzten Jahr angekündigt, ein Rezept mit Spargel zu kreieren. Als ich dann darüber nachdachte, fiel mir die Umsetzung allerdings gar nicht so leicht. Denn ein gutes Rezept für unsere Sammlung soll ja weder zu simpel (Spargelcremesuppe, Spargel in Schinken eingerollt, Spargel mit Sauce Hollandaise o.ä.), noch zu einseitig sein. Nach einiger Zeit kam mir dann aber die Idee: Eine Frittata mit Spargel. Nun habe ich ein bisschen herumexperimentiert und ein Rezept erfunden, das mir und Mira hervorragend geschmeckt hat.

Weiterlesen

Umzug, Trend-Report & Workbooks

Umzug, Gutes Essen & Workbooks

Neues von VerumVita®

Es war eine ganze Zeit lang still auf dem Blog von VerumVita. Das liegt daran, dass bei uns in letzter Zeit und im Moment eine Menge los war und ist. Ich will euch nicht mit den Details quälen, daher beschränke ich mich auf ein drei Updates. Erstens erzähle ich euch vom Umzug in unsere neuen Räumlichkeiten. Zweitens vom brandaktuellen Report von Nutrition Hub, „Gutes Essen für alle – Der Masterplan“. Und Drittens möchte ich hier noch einmal Werbung für unsere Workbooks 2.0 machen, die Mira und ich im Verlaufe des letzten Jahres erarbeitet und nun in einer zweiten, 30-tägigen Fassung neu aufgesetzt haben. Viel Spaß beim Lesen und danke für deine Aufmerksamkeit. Weiterlesen

Konditionierung in der Ernährungsberatung

Konditionierung in der Ernährungsberatung

Nachdem die moderne Psychologie Ende des 19. Jahrhunderts aus den Fachbereichen der Philosophie und Biologie/Medizin entstanden war, entwickelten sich um 1920 zwei gegenläufige Strömungen. Einerseits die von Sigmund Freud geprägte Psychoanalyse und andererseits der sogenannte Behaviourismus. Letztere Strömung wird mit Namen wie Watson und Skinner assoziiert. Auch Ivan Pavlov spielt in der Geschichte des Behaviourismus durch die Erforschung der klassischen Konditionierung eine wichtige Rolle. Wir widmen uns in diesem Blogbeitrag der Konditionierung und stellen die Frage, ob sie Platz in der Ernährungsberatung und -therapie haben sollte. Viel Spaß beim Lesen und danke für deine Aufmerksamkeit. Weiterlesen

Selbstdisziplin

Selbstdisziplin und ihre Fallstricke

Gesellschaften werden durch gemeinsam geteilte Werte zusammengehalten. Das verbindet Menschen trotz aller trennenden Fremdheit. Steht man außerhalb der jeweiligen Werkgemeinschaft können einem diese Werte durchaus befremdlich vorkommen. Wenn man jedoch davon ist, kommt es einem intuitiv unmoralisch vor, diese Werte in Frage zu stellen. In unserem Kulturkreis, der auch gerne als Abendland bezeichnet wird, ist ein zentraler Wert der der Selbstdisziplin. Doch (eine übermäßig ausgebildete) Selbstdisziplin kann, wie ich in diesem Blogbeitrag ausführen möchte, auch ganz eigene Fallstricke mit sich bringen. Weiterlesen

Rezept für Gnocchi-Gemüse-Auflauf

Gnocchi-Gemüse-Auflauf – Rezept

Auf der Suche nach einem schnellen und leckeren Rezept, bin ich im Internet auf die Idee gestoßen, frische Gnocchis in einer Auflaufform zu überbacken. Da ich sowohl Gnocchis als auch Käse liebe, kam mir dies wie eine gute Idee vor. Aber nach meiner Überzeugung gehört in ein gutes und gesundheitsförderliches Essen auch eine ordentliche Portion Gemüse. Also habe ich ein bisschen herumprobiert, um eine Mischung zu finden, die sowohl vom Geschmack als auch von der Konsistenz her gut zusammenpasst. Viel Spaß mit dem Rezept zum schmackhaften Gnocchi-Gemüse-Auflauf. Weiterlesen