Lebenskunst - Elefantenreiten in 7 Schritten

Lebenskunst – Elefantenreiten in 7 Schritten

Oftmals sind wir so in unserem Alltag gefangen, dass es schwer fällt, uns mit der Vergangenheit zu beschäftigen. Aber wer sich selbst besser verstehen möchte, kommt nicht darum herum. Denn die Entstehungsgeschichte unserer Gehirne und damit unserer Spezies prägt unser Denken und Fühlen noch heute. Um also das eigene Verhalten in modernen, hochtechnisierten Zeiten zu verstehen und in gewissem Maße zu modulieren, müssen wir auch begreifen wieso es so geworden ist, wie es ist. Die Überlegungen im hier vorliegenden Essay beschäftigen sich mit der Frage nach dem (individuell) guten Leben – es geht um Lebenskunst. Auch im Audioformaten verfügbar. Weiterlesen

Anti-Diätkultur

Anti-Diätkultur – Artikelsammlung

Die regelmäßigen Leser*innen meines Blogs wissen bereits, dass die Diätkultur mir ein Dorn im Auge ist. Und zwar ein gewaltiger. Denn diese Kultur fördert einen ungesunden Schlankheitswahn. Auch und nicht zuletzt in den sozialen Medien. Gestörtes Essverhalten und eine negative Einstellung dem eigenen Körper gegenüber sind damit zusammenhängende Folgen und Warnzeichen für die Entstehung manifester Essstörungen. Darüberhinaus ist die Kehrseite des Schlankheitsideals die Diskriminierung und Stigmatisierung mehrgewichtiger Menschen. Die immer stärker aufkeimende Anti-Diätkultur kann Aufklärungsarbeit leisten und Menschen bestärken. Hier habe ich eine Sammlung an Artikeln zusammengestellt, die zeigen, dass die Diätkultur, wissenschaftlich betrachtet, keine Daseinsberechtigung hat. Weiterlesen

Gesunder Genuss - ein Oxymoron?

Gesunder Genuss – Ein Oxymoron?

Sündigen macht Freude. Im Genuss steckt der Aspekt der Grenzüberschreitung mit drin. Gesunder Genuss ist eine wahnhafte Vorstellung verkappter Ernährungspäpste, oder? Jede*r weiß, dass Karottensticks nicht die Chips vor dem Fernseher ersetzen können und auch, dass man aus einem Stück Obst nicht die selbe Befriedigung zieht, wie aus einem Stück Schokolade. Genuss ist demonstrierte Unabhängigkeit. Mit unserer Art zu genießen, zeigen wir Gevatter Tod würdevoll den Mittelfinger. Im heutigen Blogbeitrag fühlen wir dem (vermeintlichen) Oxymoron „Gesunder Genuss“ auf den Zahn.  Weiterlesen

Tagebuch - Die Idee dahinter

Tagebuch – Die Geschichte dahinter

Die Geschichte vom Tagebuch beginnt mit einer genialen Entdeckung von mir, als ich gerade zarte 12 Jahre alt war. Damals war ich in einer schwierigen Lebenssituation, denn die letzten beiden Jahre waren hart gewesen für mich. In der Orientierungsstufe (5./6. Klasse) wurde ich, ausgehend von einem absoluten Ekel in meiner Klasse, gemobbt. Weil ich angeblich zu dick war. Ich litt sehr darunter und wünschte mir nichts sehnlicher, als so dünn zu sein wie dieser Typ, der mich am meisten quälte. Genau in dieser Zeit, als ich stark unter meinem Gewicht und meinem Körper litt, machte ich eine geniale Entdeckung. Weiterlesen

Von der Ernährungswissenschaft zu Ernährungsempfehlungen in 6 Schritten

Ernährungsempfehlungen – 6 Schritte

Ernährungsempfehlungen in 6 Schritten

Im folgenden werde ich mich der Frage widmen, wie eigentlich Ernährungsempfehlungen entstehen. 
Die Antwort auf die gestellte Frage scheint intuitiv auf der Hand zu liegen. Ernährungsempfehlungen, wie die 10 Regeln der DGE oder die Ernährungspyramide der USDA sind durch objektive Wissenschaft entstanden und rein rationaler Natur, oder? Den Weg von der Ernährungswissenschaft zu offiziellen, normativen Ernährungsempfehlungen werden wir im heutigen Blogbeitrag in sechs Schritten nachvollziehen. Anschließend nehmen wir eine kritische ernährungspsychologische und -philosophische Perspektive ein. Viel Spaß beim Lesen und danke für deine Aufmerksamkeit. Weiterlesen

Diätkultur

Diätkultur – Eine Frage der Disziplin?

Wer meinen Blog verfolgt, weiß um meine grundsätzliche Abneigungen gegen Diäten. Und dass, obwohl diese funktionieren. Im Zweifelsfalle immer und immer wieder. Aber was stört mich so sehr am Diäthalten, dass ich darüber schreiben möchte? Diese und weitere Fragen werde ich in diesem Essay beantworten, der sich um die Thematik „Diätkultur“ drehen wird. Eine starke kulturelle Strömung, in der ein Denksystem aufrechterhalten wird, dass dicke Menschen konsequent und institutionell diskriminiert und stigmatisiert. Es bewegt sich jedoch etwas in unserer Gesellschaft. Die Diätkultur wird bekämpft und alternative Lebensstile (wieder-)entdeckt.  Weiterlesen

Orthorexie - Die Geschichte von Mark

Orthorexie – Die Geschichte von Mark

In der heutigen Essgeschichte geht um die tragische Geschichte des Fitnessinfluencers Mark. Wie immer sind Identitäten durch Veränderung von Namen, Orten und Handlungen geschützt. Für einige Menschen auf den sozialen Medien mag sich diese Geschichte möglicherweise trotzdem wie ein Spiegelbild anfühlen. Das ist leider nicht vermeidbar, weil das Phänomen, das ich mit dem kontrovers diskutierten Namen „Orthorexie“ beschreibe, auf Instagram, Facebook, YouTube und Co. so stark zelebriert und idealisiert wird, dass krank und gesund in einem wirren Zerrbild ineinander zerfließen. Dieser Blogbeitrag erzählt die „Erfolgsgeschichte“ der Orthorexia nervosa anhand von Ereignissen im Leben von Mark.  Weiterlesen

Das Unbehagen im dicken Körper

Das Unbehagen im dicken Körper

Das Unbehagen im dicken Körper

1930 schrieb Sigmund Freud eine seiner bedeutendsten Schriften: Das Unbehagen in der Kultur. Er beschreibt darin, wie das moderne Individuum aggressive Triebe und animalische Lust unterdrücken muss, um die kulturell-gesellschaftliche Stabilität nicht zu gefährden. Diese Unterdrückung führt laut Freud (stark verkürzt) zum „Unbehagen in der Kultur“. Freud lebte in einer Zeit, in der die Sexualität (besonders die weibliche) von extremen Repressionen umzingelt war. Es war die Zeit der Hysterie. Heute ist die Lust am Essen von extremen Repressionen umzäunt (besonders die weibliche). Es ist die Zeit der Diäten und die der Essstörungen. Im heutigen Blogbeitrag geht es um das Unbehagen im dicken Körper als die Verkörperung des Unbehagens in der Kultur des 21. Jahrhunderts. Dabei widmen wir uns auch der Paradoxie, dass extremes Dick- und Schlanksein vielleicht näher beieinander liegen könnten, als man dies auf den ersten Blick vermuten würde.

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Essprobleme - Emanuels Geschichte

Essprobleme – Emanuels Geschichte

Essprobleme

Traditionell gehen wir in unserer Gesellschaft davon aus, dass Ernährung als mehr oder weniger abgetrennter Teil vom restlichen Leben zu betrachten sei. Bei Emanuel ist das auf jeden Fall anders. Seine Essprobleme begannen mit der Trennung seiner Eltern. Ein Lösungsweg wurde erst dann erkennbar, als er seine eigene Zerrissenheit überwinden konnte. Die Geschichte von Emanuel und seinen Essproblemen wirft eine philosophische Grundfrage auf: Ist Essverhalten eine Sache des bewussten Wissens und Handelns oder eine tief mit unserer Identität verstrickte, großenteils unbewusst ablaufende Angelegenheit? Weiterlesen

Der essende Mensch - Homo manducare

Der essende Mensch – Homo manducare

Der essende Mensch

Die Wirtschaftswissenschaften haben ihre eigene Frankenstein-Geschichte geschrieben. Diese Geschichte handelt vom Homo öconomicus. Einem Menschenschlag, der sich dem vermeintlich Rationalen verschrieben hat. Lust- und gefühlsfeindlich, ist radikale Nutzenmaximierung seine neue Religion. Dabei wird keine Sphäre des menschlichen Lebens ausgelassen. Auch die Nahrungsaufnahme ist längst Teil des Einflussbereichs vom Homo öconomicus geworden. Wir sprechen dann von „gesunder Ernährung“ als Zufuhr der „objektiv richtigen“ Nährstoffe. Dabei kann eine rein rational-ökonomische Beschreibung niemals adäquat beschreiben, was Essen ausmacht. Nebenbei sei erwähnt, dass es „die eine gesunde Ernährung für alle“ nicht gibt. Wer das Phänomen „Essen“ wirklich verstehen möchte, muss sich dem essenden Subjekt, dem Homo manducare zuwenden. Also: Wer oder was ist der essende Mensch? Weiterlesen