Vom Verstehen zum Mitgefühl: Wie die Neurowissenschaft Rogers' Intuition präzisiert
1957 formulierte Carl Rogers Empathie als Grundbedingung jeder heilsamen Beziehung. Fast sechs Jahrzehnte später zeigte Tania Singer mit bildgebenden Verfahren, dass Rogers' Empathiebegriff zwei neurobiologisch verschiedene Prozesse bündelte: Schmerzresonanz und Mitgefühl. Der Moralphilosoph Paul Bloom kam zeitgleich zu einem ähnlichen Schluss – aus einer ganz anderen Richtung. Dieser Essay zeichnet nach, wie Singers Neurowissenschaft Rogers' Empathiebegriff in zwei distinkte Prozesse auflöste – Schmerzresonanz und Mitgefühl – und fragt, was das für die Ernährungstherapie bedeutet: Warum Gefühlsansteckung nicht heilt – und warum erst Mitgefühl die Kraft hat, die Rogers' Empathie versprach.
Weiterlesen


















































































































































