Containing: Vom Raum zur Institution – wie unaushaltbare Gefühle gehalten, verdaut und denkbar werden
Am Ende meines letzten psychologischen Essays gab ich ein Versprechen: Wilfred Bions Modell des Containing ausführlich zu beschreiben. Hier löse ich es ein. Containing ist die Fähigkeit, rohe, unaushaltbare Gefühle aufzunehmen, sie psychisch zu 'verdauen' und in denk- und fühlbarer Form zurückzugeben – eine Verdauungsmetapher, die für einen Ernährungsblog Gold ist. Doch der Essay weitet bewusst die Skala: vom Säugling über die Klient:in und die Familie bis zum Team und zum Krankenhaus. Was Bion intrapsychisch beschrieb, zeigt Isabel Menzies Lyth institutionell – und Amy Edmondsons psychologische Sicherheit macht es empirisch greifbar. Eine These über das, was Beziehungen, Praxen und Organisationen heilt: Containing skaliert.
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