Der wirkliche Ort des Trostes: Warum die Schokolade einspringt – und Trost anzunehmen so schwer ist
Antje kann man nachts um zwei anrufen – sie hört zu, sie fährt hin, sie ist „die Stabile“. Nur auf die Frage, wen eigentlich sie anruft, wenn es ihr selbst schlecht geht, folgt eine lange Pause: „Niemanden. Es würde ja doch nur allen den Abend verderben.“ Der Beitrag über die drei Ebenen der Veränderung endete mit einem Versprechen: dass die Schokolade ihre Macht erst verliert, wenn der Trost, für den sie einsprang, einen wirklichen Ort bekommt. Hier wird es eingelöst. Über den Ersatz, der nichts kostet und genau deshalb nicht trösten kann; über Winnicotts Teddybären, hinter dem jemand steht; über die Frage, warum Geben so viel leichter ist als Annehmen – und über die drei Orte, an denen Trost wirklich wohnt: Beziehungen, die in beide Richtungen tragen, die eigene innere Stimme und ein geschützter Raum, in dem das Annehmen zum ersten Mal geübt werden darf.
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