Kompass statt Landkarte: Was eine KI in der Gesundheit darf – und was nicht
Drei Beiträge lang habe ich in dieser Reihe gefragt, was passiert, wenn wir den Tod bekämpfen, die Sehnsucht wegspritzen und den eigenen Körper an ein Gerät delegieren. Jetzt drehe ich die Kritik um: Wenn Geräte das deutende Subjekt an eine äußere Autorität abtreten, dann lässt sich daraus genau bestimmen, was eine humane Gesundheits-KI tun müsste: das Subjekt zurückgeben, statt es zu ersetzen. Über vier Grammatiken der Delegation und vier Kriterien einer menschenfreundlichen Technik, über Ivan Illichs konviviale Werkzeuge, Kants „selbstverschuldete Unmündigkeit“ und den späten Foucault, der die Sorge um sich gegen das bloße Erkenne dich selbst setzte. Und über VerumVita Digital – an diesen Kriterien gemessen, nicht angepriesen: der ehrlichste Text, den ich über mein eigenes Produkt schreiben kann. Ein Seitenblick der Reihe „Besser leben“.
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