Warum low-fat funktioniert

Warum low-fat funktioniert

Ich bin bereits darauf eingegangen, warum „low-carb“ funktioniert. Ich habe auch angedeutet, dass es mehrere Wege zum Ziel „Gewichtsabnahme“ gibt. Grundsätzlich muss eine negative Energiebilanz vorherrschen, sonst sind alle Bemühungen umsonst. Viele Diätratgeber predigen low-carb. Aber auch der Trend zu low-fat ist nicht tot zu kriegen.  Im heutigen Blogbeitrag erkunden wir gemeinsam, welche Argumente für und gegen eine fettarme Ernährung sprechen. 

Low-fat 

Fette sind mit großem Abstand die energiereichste Nährstoffgruppe der menschlichen Ernährung“. Daher liegt es auf der Hand, dass man Energie durch eine Reduktion der Fettmenge in der Ernährung einsparen kann. Während Kohlenhydrate und Proteine lediglich vier Kilokalorien pro Gramm enthalten, liefert uns ein Gramm Fett ganze neun Kilokalorien. Dementsprechend liegt es nahe, dass sogar die DGE als Fachgesellschaft für Ernährung, low-fat zum Abnehmen empfiehlt.

Gesundheitliche Aussagen zu low-fat

Wer sich mit gesunder Ernährung beschäftigt, hört immer wieder Aussagen über die negativen gesundheitlichen Auswirkungen von gesättigten Fettsäuren. Diese sind auch nicht grundlegend falsch. Die negativen Auswirkungen hängen allerdings mit der Menge und nicht mit dem generellen Verzehr von gesättigten Fettsäuren zusammen. Dagegen hört man auch, dass Nüsse sowie Fisch und deren mehrfach ungesättigte Fettsäuren (Omega-3-Fettsäuren) sehr gesund seien. Auch diese Aussage ist hat ihre Richtigkeit. Allerdings kommt es auch hier auf die Mengenverhältnisse an. Problematisch sind also nicht die Art der Fettsäuren, sondern die Anteile.

In unserer westlichen Gesellschaft nehmen wir durchschnittlich zu viele gesättigte und zu wenige ungesättigte Fettsäuren auf.

Daher kommen auch die allgemeinen Ernährungsempfehlungen, gesättigte Fettsäuren zu reduzieren. Ob das für dich persönlich sinnvoll ist hängt jedoch von deinem Körper und deinen Essgewohnheiten ab.

Fettsäuren

Grob gesehen werden Fettsäuren in drei Kategorien eingeteilt. Neben den gesättigten und mehrfach ungesättigten Fettsäuren, gibt es auch noch die einfach ungesättigten Fettsäuren. Laut Ernährungsempfehlungen der DGE sollten wir alle diese drei unterschiedlichen Gruppen zu ganz bestimmten Anteilen Teilen in unserer Ernährung haben. Das sei für alle Menschen gesund, so die Wissenschaft.
Bei dieser totalisierenden Betrachtung bleibt aber ein ganz wichtiger Punkt auf der Strecke:

Menschen sind sehr unterschiedlich. Um zu wissen, was dir ganz individuell gut tut, fehlen der Wissenschaft der Mittel. Das meiste kannst Du jedoch durch achtsame Beobachtung herausfinden :)

low-fat und Kilokalorien

Unter dem Gesichtspunkt der Energie ist es übrigens egal welche Fettsäuren wir aufnehmen. Beim Abnehmen zählt die gesamte Energiebilanz. Daraus resultiert, dass wir mit der Reduktion von 50 Gramm Fett am Tag bereits knapp 500 Kilokalorien einsparen können. Ein Kaloriendefizit von 3500 Kilokalorien die Woche lässt uns nach dieser Rechnung bereits 500 Gramm Körperfett abnehmen. Ob diese Einsparung nun aus gesättigten-, einfach-, oder mehrfach ungesättigten Fettsäuren stammt, ist in dieser Hinsicht egal.

Aber, ob die Berechnung von Kilokalorien und Energiedefiziten uns beim Abnehmen hilft, bleibt ein Mysterium.

Wir sollten uns vor Augen führen, dass Ernährung und Essen nicht das Selbe sind. Zum Essen gehört deutlich mehr, als ein „guter Ernährungsplan“, was auch immer das sein soll. Zum Essen gehören gute Gespräche, Kochkunst und die Fähigkeit zu genießen.

low-fat als Diät ist Blödsinn

Um Abzunehmen ist es also egal, auf welche Art und Weise wir Energie einsparen. Ob low-carb oder low-fat, Abnehmen funktioniert über ein Kaloriendefizit. Außerdem lebt man nicht zwangsweise gesund, nur weil man große Mengen Fisch und Nüsse isst oder in einem schlankeren Körper steckt.
Ich empfinde es als sehr wichtig, dass man versucht die Hintergründe bestimmter Diätvorschriften zu verstehen. Als Grundgerüst fungiert das Kaloriendefizit- also eine negative Energiebilanz. Immer. Bei jeder Diät. Leider wird bei Diäten aber immer der essende Mensch vergessen.

Bei qualifizierter Ernährungsberatung steht jedoch der Mensch im Mittelpunkt.